“Möchten Sie es rektifiziert oder nicht rektifiziert?” ist eine Frage, die Sie in jedem Fliesenfachhandel hören.


Was Rektifizierung ist

Beim Brennen von Feinsteinzeug bei ~1.200°C entstehen kleine Maßabweichungen. Nicht-rektifiziertes Feinsteinzeug hat eine Fertigungstoleranz von ±0,6 bis ±0,8mm. Rektifiziertes Feinsteinzeug wird zusätzlich präzise maschinell geschnitten und garantiert eine Toleranz von ±0,1 bis ±0,3mm.


Der Unterschied bei den Fugen

Nicht-rektifiziertes Feinsteinzeug: mindestens 3-5mm Fuge.

Rektifiziertes Feinsteinzeug: 1-1,5mm Fuge.

Je größer das Format, desto spürbarer der Unterschied.


Wann Rektifizierung unverzichtbar ist

  • Großformat (+60cm): mit 60x120cm oder größer ist Rektifizierung praktisch Pflicht.
  • Designs mit wenig Kontrast zwischen Fuge und Fliese.

Wann es sich nicht lohnt

  • Kleine Formate (bis 30x30cm)
  • Rustikale oder intentional variierte Stile

Der Aufpreis

Rektifizierung kostet ca. 10-15% mehr als das gleiche nicht-rektifizierte Feinsteinzeug.


Marken

Porcelanosa, Pamesa (valencianischer Hersteller, 25-60 €/m²), Apavisa (Zement- und Metalloptik-Spezialisten), Vives (gutes Preis-Design-Verhältnis, 22-55 €/m²).


Lesen Sie auch unseren Leitfaden zu Badfliesen: Formate, Stile und Preise.

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